27. Dokfest 2010
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Zünd, Jacqueline ( NaN, NaN)mehr
Abstract: Der Film nimmt uns mit auf eine Reise durch die Nacht, durch Raum und Zeit. Die vier Hauptfiguren aus vier Kontinenten teilen das selbe Handicap: Sie können nicht schlafen. Ganz individuell stellen sich die Schlaflosen der Tatsache, ohne Unterbrechung, rund um die Uhr leben zu müssen. Vier Arten, Zeit zu töten. Gelber Sand in der Luft legt einen Weichzeichner über Jérémies Nacht in Ouagadougou, Burkina Faso. Jérémie ist der einzige Nachtwächter der Stadt, der nicht schläft. Wenn alle weg sind, wird das leere Theater, das er zu bewachen hat, zur Schaubühne seiner Phantasien und Träume. Die Nacht macht ihn zum Regisseur, die streunenden Katzen zu seinen Schauspielern. Fedir ist aus der Presse und etlichen Talkshows als „Mister Schlaflos“ bekannt. Mit seinen 20 Jahren ohne Schlaf lebt der Ukrainer die Existenz eines medizinischen Phänomens. Die Nacht in der abgelegenen Provinz nahe der weißrussischen Grenze ist dunkel und still. Die Hoffnung auf nächtliche Erholung hat Fedir längst aufgegeben. Er sehnt sich vielmehr nach Ruhe. Ruhe vor den Sensationsgierigen dieser Welt. In Arizona fährt Mila ziellos durch menschenleere Vororte, auf der Suche nach irgendeiner Beschäftigung. Die Amerikanerin ist Meisterin im Zeit tot schlagen und besitzt nach jahrelanger Übung einen ausgefeilt kreativen und witzigen Umgang mit der Langeweile. Mitten im Moloch Shanghai ist Lin Yao’s Nacht ein Albtraum im Wachzustand. Die junge Chinesin lässt der Leistungsdruck nicht schlafen. Die Nachttischlampe lässt sich ausknipsen, nicht jedoch die Gedanken, die Spuren des Lebens. Vor lauter Lernen kann sie nicht mehr schlafen. Und ohne Schlaf nicht mehr richtig lernen. Ein Ausharren im Treibsand, wach und dem psychischen Verdauungsprozess ausgeliefert, den andere geschützt in ihren Träumen durchleben. Lin Yao, Mila, Fedir und Jérémie. Ihre Geschichten folgen dem Rhythmus der Nacht, wie flackernde Träume in ruhigen Tiefschlafphasen. Ihre Erzählungen werden zu Fragmenten, der Übergang zwischen Realität und Fantasie wird fließend und es entsteht ein Sog, der den Zustand der Schlaflosigkeit nachempfinden lässt. Eine hypnotische Reise durch die schönste aller Filmkulissen: die Nacht. URI: http://hdl.handle.net/10858/14506 Files in this item: 1
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Schmitz, Carolin ( NaN, NaN)mehr
Abstract: Hausfrau, Mutter, Anwalt, Beamter, Unternehmer – die Menschen, die in diesem Film zu Wort kommen, sind alles dies und außerdem Alkoholiker. In PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER erzählen sie ihre Lebensgeschichten und ihre Überlebensstrategien, wie alles anfing, von gescheiterten Entzugsversuchen, von (Selbst-)Betrug und davon, wie sie sich mit ihrer Sucht im Alltag einrichten. Heraus kommt dabei, wie viel Energie die betroffenen aufwenden, um ihre Krankheit vor Angehörigen, Kollegen, Freunden und letztlich auch vor sich selbst geheim zu halten – was am Ende immer scheitert. Dabei versuchen die Protagonisten sich nicht in der Analyse, warum es zu ihrer Sucht kam, sondern hinterfragen das Wie und v.a. das Wie geht es weiter? Sachlich erzählt als neutrale Bestandsaufnahme, berühren die ineinander übergehenden Off-Erzählungen der Protagonisten trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, weil sie ihr Schicksal nicht in einen sentimentalen Zusammenhang stellen. Dabei folgt der Film einer strengen Form, indem er ausschließlich über Bilder von Orten erzählt wird; Menschen tauchen nur am Rande als Hintergrundfiguren auf. Dabei gehen die Schauplätze ebenso wie die Erzählungen in einem langen 360°-Schwenk ineinander über und zeigen Orte bürgerlicher Heimeligkeit (Wohnräume, Supermarktparkplatz, Arbeitsplatz oder Schwimmbad). Über die persönlichen Geschichten hinausweisend erzählen die verwobenen Stimmen in Kombination mit diesen Bildern einer vermeintlich intakten Gesellschaft von einem sozialen Problem. Denn gerade in der Diskrepanz zwischen den Bildern und der erzählten Realität auf Tonebene offenbart sich die Dichotomie der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Der Film gibt den Blick frei auf eine hinter der vordergründigen Normalität liegende Wirklichkeit, die von unerfüllbaren Sehnsüchten durchzogen ist. URI: http://hdl.handle.net/10858/14507 Files in this item: 1
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Schreiner, Volker ( NaN, NaN)mehr
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Cákanyová, Viera ( NaN, NaN)mehr
Abstract: The day get started in Lisbon and with it people return to the streets. These men live in a place which is not a home. Arrested by their past, they try to live their present as an everyday future. Martins, the barber from Luanda, Simões with his arrows, Manuel and his films and Francisco's silence share a place to rest, a shelter. They have someaffinities with the outside world but they communicate through the words that they don't say. The differences are perhaps most clear in everything that is silenced. What defines us, after all? URI: http://hdl.handle.net/10858/14504 Files in this item: 1
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McLean, Jesse ( NaN, NaN)mehr