Ein Film über eine nicht ganz saubere Künstlerwohnung, der eigentlich in die Hose gegangen ist. Ein so genannter 'Schnellschuss’, etwas zu spontan abgefilmt, in dem Glauben vor dem Auszugstermin der beiden Künstler diese 'Wohnsituation’ bildlich für die Nachwelt erhalten zu müssen, wurde leider in schwarz/weiß gedreht, d.h., dass Schimmelpilze z. T. als solche nicht erkennbar sind.
Trost spendete Jan Lenica, der meinte, dass man diesen Film ganz gut nach Russland
verkaufen könnte, als abschreckendes Beispiel, wie Künstler im Westen leben müssen.
Ferner legen die beiden Protagonisten wert auf die Feststellung, dass sich die Wohnung am Drehtag in einem 'sehr aufgeräumten' Zustand befand; daher der Titel.
Der altfaschistische Bildhauer Arno Breker konnte 1981 im Mai in einem exklusiven Westberliner Inneneinrichtungshaus ausstellen. Am Tag der Eröffnung kam es zu einer eindrucksvollen Demonstration, bei der die Schließung der Nazi-Ausstellung gefordert wurde. Mit Sicherheit war dies die größte Demonstration Berliner Kulturschaffender nach dem 2. Weltkrieg. Breker und seine Claquere nehmen in dem Film Stellung zur Kunst, Politik und zu der gleichzeitig stattfindenden Demonstration. Sie haben nichts gelernt in den Jahren seit der Zerschlagung des Faschismus. die Aussagen der Aussteller werden unterbrochen von (zufällig wieder entdeckten) Archivaufnahmen aus einem Propagandafilm der Nazizeit, der das Werk Brekers verherrlicht.